News, 16. Februar 2016

Fidschi ratifiziert Paris-Abkommen

Die ersten 0,04 Prozent sind unter Dach und Fach. Das Parlament von Fidschi hat das Pariser Abkommen ratifiziert.

Von Susanne Götze

Das Parlament des Inselstaats Fidschi im Südpazifik hat als erste Volksvertretung der Welt das Paris-Abkommen ratifiziert, das im Dezember von der Weltgemeinschaft in der französischen Hauptstadt angenommen worden war. Das berichtet die nationale Nachrichtenagentur FBC. Damit das Abkommen in Kraft tritt, müssen mindestens 55 Staaten, die 55 Prozent des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes auf sich vereinen, den Vertrag durch ihre nationalen Parlamente bestätigen lassen. Die Fidschi-Inseln sind nun das erste Land, sie tragen allerdings nur 0,04 Prozent zum globalen Treibhausgas-Ausstoß bei.

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Bedrohtes Paradies: Der Inselstaat Fidschi liegt 2.000 Kilometer nördlich von Neuseeland und hat 900.000 Einwohner. (Foto: Mairyn Piloto/Frontier/Flickr)

Haben genügend Parlamente grünes Licht für den Klimavertrag gegeben, sollen ihn die Staats- und Regierungschefs ab dem 22. April am UN-Sitz in New York unterzeichnen. Fidschis Außenminister Aiyaz Sayed Khaiyum kündigte an, dass Ministerpräsident Voreqe Bainimarama nach New York reisen soll.

Die Fidschi-Inseln sind durch den Meeresspiegelanstieg infolge des Klimawandels bedroht. 45 Dörfer am Meer suchen bereits nach einem neuen Ort im Inneren der Inseln, an den sie umziehen können, etwa weil ihre Felder regelmäßig mit Salzwasser überflutet und die Ernten zerstört werden. Fidschi hat aber auch selbst den noch stärker bedrohten Einwohnern des Atolls Kiribati Flächen zur Neuansiedlung angeboten.

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