A, 10. September 2014

Ad-Hoc-Working Group on Long-term Cooperative Action (AWG-LCA)

Die Klimaverhandlungen im UN-Rahmen fanden bis 2011 in zwei Arbeitsgruppen statt: der Ad Hoc Working Group on Further Commitments for Annex I Parties under the Kyoto Protocol (AWG-KP) und der Ad Hoc Working Group on Long-term Cooperative Action (AWG-LCA), in der Nicht-Kyoto-Industriestaaten und Entwicklungsländer verhandelten.

Die Ad Hoc Working Group on Long-term Cooperative Action (Deutsch: Ad-hoc-Arbeitsgruppe unter der Klimarahmenkonvention) vereinte alle Länder, die die Klimarahmenkonvention unterzeichnet hatten. Die Konvention wurde 1992 beim Erdgipfel in Rio de Janeiro angenommen und trat 1994 in Kraft. Seither sind 194 Länder beigetreten. Dies war das erste Abkommen, das den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnete und die Staatengemeinschaft zum Gegenlenken verpflichtete. Die darin enthaltene Selbstverpflichtung der Länder zu Emissionsminderungen wurde 1997 im Kyoto-Protokoll verbindlich festgeschrieben.

Die daraus hervorgehende zweite Verhandlungsgruppe wurde allerdings erst unter dem "Bali Action Plan" 2007 von der internationalen Staatengemeinschaft ins Leben gerufen. Da fast alle Länder der Welt in der --> Klimarahmenkonvention vereint sind, spielten in der AWG-LCA insbesondere die Länder, die nicht im Rahmen des Kyoto-Protokolls verhandelten, eine große Rolle: die USA und die Entwicklungsländer. Wie auch die Kyoto-Gruppe, sollte die AWG-LCA bis zum Weltklimagipfel in Kopenhagen Ende 2009 ihre Arbeit abschließen.

Nachdem in Kopenhagen keine Einigung erzielt worden war, wurde das Mandat der Gruppe verlängert.

Auf der Agenda der Gruppe standen Punkte wie eine gemeinsame Vision ("shared vision") zur langfristigen Minderung von Emissionen, die Verifizierbarkeit und Vergleichbarkeit von Minderungszielen von Industriestaaten, Maßnahmen zur Reduzierung der Entwaldung in Entwicklungsländern (--> REDD), Anpassungsstrategien an den Klimawandel und der --> Technologietransfer von den Industriestaaten zu den armen Ländern.