M, 10. September 2014

Methan

Methan (CH4) ist ein --> Treibhausgas, das deutlich effektiver, aber zum Glück nicht so häufig wie --> Kohlendioxid (CO2) ist. Rechnerisch hat eine Tonne Methan innerhalb von 100 Jahren in der Atmosphäre dieselbe Wirkung wie 21 bis 25 Tonnen Kohlendioxid. Die Konzentration von Methan in der Atmosphäre hatte ein vorindustrielles Niveau von 715 Milliardstel Volumenanteilen (ppb, parts per billion, Teile pro Milliarde). Bis 2005 ist die Methan-Konzentration auf 1.774 ppb angestiegen, allerdings hat sich die Wachstumsrate im letzten Jahrzent deutlich abgeschwächt. Die natürliche Methan-Konzentration schwankte in den letzten 650.000 Jahren stets zwischen 320 ppb und 790 ppb. 

Methan hat verschiedene anthropogene Quellen: Es entweicht entweder aus den vielen undichten Erdgasleitungen und Bohrlöchern – denn Erdgas besteht im Wesentlichen aus Methan – oder entsteht in anaeroben Fäulnisprozessen, also dort, wo sich Pflanzenreste und Abfälle unter Ausschluss von Sauerstoff zersetzen. Letzteres geschieht zum Beispiel in Restmülldeponien, Reisfeldern, Stauseen und Rindermägen. Größte Methanquelle ist die Landwirtschaft. Allerdings hat die nachhaltige Weidehaltung von Rindern auch positive Effekte für das Klima.

Wissenschaftler warnen vor dem Auftauen der Permafrostböden in Nordamerika und Sibirien. Dies würde gigantische Mengen Methan freisetzen, die derzeit in der Erde "gefangen" sind.

Wikipedia: Methan