O, 10. September 2014

Ölsande

Ölsande ist eine sprachliche "Verniedlichung" für --> Teersande, eine Mischung aus Ton, Silikaten, Wasser und Kohlenwasserstoffen.

Teersande gehören zur Gruppe des --> "unventionellen Erdöls" - dessen Abbau mit höheren finanziellen, energetischen und ökologischen Kosten verbunden ist als die Förderung von konventionellem Rohöl. Der Kohlenwasserstoffanteil in den Sanden liegt zwischen einem und 18 Prozent. Deshalb sind im Schnitt ungefähr drei Tonnen dieser Sande notwendig, um daraus einen --> Barrel Erdöl zu produzieren. Die Herstellung ist extrem energieintensiv, und weil die meisten Teersande im Tagebau abgebaut werden zudem extrem umweltschädlich.

Teersand mit einem Kohlenwasserstoffgehalt von unter 6 Prozent abzubauen gilt heutzutage als unwirtschaftlich. Der weltweit größte Förderer von Teersanden ist Kanada.