A, 10. September 2014

Aerosole

Aerosole sind kleine Partikel in der Luft aus unterschiedlichen Quellen, zum Beispiel:

  • feste Bestandteile der Abgase von Kohlekraftwerken und Dieselmotoren
  • Staub, der von trockenen Landflächen aufgewirbelt und zum Teil über hunderte Kilometer verweht wird
  • Auswurf von Vulkanen, der, wenn er in Höhen über zwölf bis 16 Kilometer gelangt, dort einige Jahre bleibt und sich um die ganze Erde verteilt

Vulkan-Aerosole können zu regional begrenzten oder auch globalen Abkühlungen führen, da sie Sonnenlicht reflektieren. Von verschiedenen Ausbrüchen in historischer Zeit ist bekannt, dass sie aufgrund dieser Abkühlung in ihrer weiteren Umgebung schwere Ernteeinbußen verursacht haben. Zuletzt hat der Ausbruch des Pinatubo auf den Philippinen Anfang der 1990er Jahre zu einer globalen Abkühlung von einigen wenigen Zehntel Grad Celsius geführt. 

Von besonderer Bedeutung sind die Aerosole aus Kraftwerken, die vor allem aus Ruß und --> Schwefeldioxid bestehen. Sie haben zwar nur eine Verweilzeit von ein bis zwei Wochen in der Atmosphäre, sind aber sehr klimawirksam, da ihre Quellen äußerst beständig sind. Vor allem das Schwefeldioxid reflektiert Sonnenstrahlung und verstärkt ebenso wie Ruß die Wolkenbildung. 

Insgesamt hebt der Kühlungseffekt der anthropogenen Aerosole laut dem Bericht des Weltklimarates --> IPCC immerhin rund die Hälfte des Effekts der anthropogenen Treibhausgase auf. Außerdem verursacht Schwefeldioxid sauren Regen und stellt gemeinsam mit Ruß insbesondere in Städten von Schwellenländern wie China ein enormes Gesundheitsproblem dar. China will deshalb als einer der weltweit wichtigsten Emittenten dieser Partikel seine Maßnahmen dagegen verstärken. Das wird jedoch zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führen.

 
Wikipedia: Aerosol