S, 10. September 2014

SIDS – Small Island Developing States

Die Gruppe der SIDS (Small Island Developing States, zu deutsch: "Kleine Inselentwicklungsländer") umfasst 52 Inselstaaten und Küstenanrainer in Afrika, der Karibik und Ozeanien. Die Gruppe eint vergleichbare sozio-ökonomische Bedingungen wie geringe Bevölkerung, Rohstoffmangel, abgelegene Lage, wirtschaftliche Abhängigkeit und ökologische Verwundbarkeit. Einige von ihnen gehören zu den --> LDCs, den ärmsten Ländern der Welt. Die Gruppe wurde auf dem Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro erstmalig im UN-Rahmen anerkannt und traf sich 1994 auf der globalen Konferenz zur Nachhaltigen Entwicklung der SIDS in Barbados. Bereits zuvor waren viele in der Alliance of Small Island States (AOSIS) organisiert.

Die Länder sind vom Klimawandel besonders betroffen, nicht nur durch steigende Meerespegel, sondern auch durch die prognostizierte Zunahme der Extremwetterlagen. Auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen setzten sich deshalb neben dem Gruppen-Wortführer Tuvalu mehr als einhundert weitere Länder für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad ein – und damit für viel drastischere Einschnitte für die Industriestaaten.