V, 10. September 2014

Versauerung

Etwas weniger als ein Drittel des vom Menschen verursachten Kohlendioxids – circa 30 Prozent – wird vom Wasser der Weltmeere aufgenommen und gespeichert. Diesen Prozess nennt man Versauerung: Das Kohlendioxid senkt den pH-Wert des Wassers, also jenes Maß, dass die säuernde beziehungsweise basische Wirkung einer wässrigen Lösung anzeigt. 

Eine von der britischen Royal Society veröffentlichte Studie beziffert den vorindustriellen pH-Wert des oberflächennahen Meerwassers mit durchschnittlich 8,25. Durch die Versauerung hat sich der pH-Wert auf heute durchschnittlich 8,14 verringert, also um 0,11 Einheiten. 

Die Folgen dieser Versauerung betreffen zunächst Kalkschalen bildende Lebewesen, deren Fähigkeit sich Schutzhüllen zu bauen bei sinkendem pH-Wert immer weiter nachlässt. Weil diese Arten oft die Basis der Nahrungskette in den Ozeanen bilden, können sich daraus weitere schwerwiegende Konsequenzen für die zahlreichen von ihnen abhängigen Meeresbewohner ergeben.

Was allerdings noch nicht die schlimmste Folge der globalen Kohlendioxid-Krise sein dürfte: Die Folgen der Versauerung der Weltmeere gehören zu den am wenigsten erforschten Klimaproblemen.

Wikipedia: Versauerung der Meere